WhatsApp : Daten-Weg so oder so ähnlich sollten die aktuellen Schlagzeilen lauten.

Auch wenn der liebe Herr Zuckerberg in Barcelona auf dem Mobile World Congress versuchte die WhatsApp Nutzer zu beschwichtigen, gelungen ist ihm das allerdings nicht. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich überlegt das ausgerechnet Facebook den WhatsApp Messenger übernommen hat. Denn Datenschutz wird bei Facebook bekannter Weise nicht sonderlich groß geschrieben.

Aber was soll man nur machen,wenn man alle seine Kontakte in WhatsApp wiederfindet?

Ganz einfach… man muss gemeinsam Alternativen finden, die den Datenschutz noch etwas ernst nehmen.

WhatsApp die Spionage Wanze

Aber warum ist WhatsApp so gefährlich?

Letzte Woche telefonierte ich mit einem befreundeten Polizeikommissar (Fachkommissariat/Wirtschaftskriminalität, Korruption und Cybercrime),

der sich mit Datenschutz im Internet ziemlich gut auskennt.

Natürlich kam die Thematik: „Facebook Gigant schluckt WhatsApp“ auf.

In diesem Gespräch wurde mir verdeutlicht, warum wir in Deutschland so machtlos gegen

diese Diktatur von Facebook und Co sind.

WhatsApp zum Beispiel ist wie eine Wanze, die wir ständig mit uns herum tragen. Die Applikation kennt unseren Standort, ließt unsere Nachrichten, sieht unsere Fotos, hört unsere Telefonate ab und kennt unser Adressbuch wahrscheinlich besser als wir selber. Alle nur erdenklichen Daten, die wir der App zur Verfügung stellen, werden auf einem amerikanischen Server abgeladen.

Wer kann schon überprüfen, wofür die gesammelten Daten verwendet werden?

Löffelbein Aussage im Artikel “Wie die Super-Wanze Whatsapp die Privatsphäre aushöhlt”:

Die App kann Gespräche und Telefongespräche mitschneiden, sie kann Fotos einsehen, mit dem aktuellen Standort versehen und hochladen. Diese Daten werden, wie niederländische Behörden nachgewiesen haben, auf amerikanische Server übertragen, ohne dass man es merkt. Wenn der Nutzer „WhatsApp“ verwenden will, muss er dies zulassen. Dies geschieht auch, wenn die App im Hintergrund läuft. Einige Menschen gehen deshalb bereits dazu über, bei vertraulichen Gesprächen das Handy auszuschalten und entnehmen sogar – sofern möglich – den Akku.

 

Quelle:WAZ

Hinzu kommt nun auch der große Konzern und Macht-Prolet Facebook, der es mit dem Datenschutz so ernst nimmt, wie so manch einer die FDP. Stellt man sich die Frage : „Warum Facebook WhatsApp übernahm“… lautet die Lösung bestimmt nicht: „Wegen der vielen Mitglieder“. Dafür hätte Herr Mark Zuckerberg keine 19 Milliarden Dollar investiert! Ausschlaggebend sind die Mengen an Daten – durch die vielen Mitglieder-, die sich wiederum gut verkaufen lassen.

Insgesamt möchte ich in diesem Artikel 3 alternative Apps zum WhatsApp Messenger vorstellen:

Alternative 1: Threema

Threema Alternative zu WhatsApp

Der wohl bekannteste  WhatsApp Konkurrent nennt sich Threema, die App wurde in der Schweiz entwickelt und wirbt besonders mit der Sicherheit der Datenverschlüsselung. Threema bietet eine sogenannte asymmetrische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die dadurch keinen weiteren „Datenklau“ zu lässt.

Der Entwickler und Informatiker Mauel Kapser, verspricht seinen Kunden eine direkte Übertragung, so dass nur der Absender und der Empfänger die Nachricht lesen können. Die eigentliche Verschlüsselung findet auf dem eigenen Gerät statt. Dadurch könne nicht einmal der Serverbetreiber selbst – Daten oder deren Inhalt abfangen oder gar entschlüsseln.

Zudem bietet Threema vom Funktionsumfang mindestens genauso viele Features wie WhatsApp. 2 Nachteile sind dennoch zu benennen: dieser Dienst ist kostenpflichtig und es gibt aktuell noch nicht so viele User, wie beim großen Konkurrenten. Trotzdem ist es kein Wunder, dass Threema es auf Platz 1 der kostenpflichtigen Apps geschafft hat.

Threema (AppStore Link) Threema
Hersteller: Threema GmbH

Freigabe: 4+4.5
Preis: 3,49 € Download (Aff.Link)

Alternative 2: Telegram Messenger

Telegram messenger alternative WhatsApp

Ein weiterer Dienst nennt sich Telegram und kommt kostenlos aus dem App Store daher. Das Entwickler Team besteht aus den beiden Brüder Nikolai und Pawel Durow. Haben in Russland das größte Social Network geschaffen, dass vom Prinzip nichts anderes als eine Facebook Kopie darstellt.

Telegram bietet neben dem eigentlichen Feature „Datenschutz“ noch zwei zusätzliche Reize. Zu einem die beliebte Funktion des Snapchat und zum anderen ist Telegram  von der Bedienung und vom Handling aufgebaut wie WhatsApp. Bedenklich ist hingegen, dass die Firma ihren Sitz angeblich in Berlin hat, wovon allerdings kein Spur zu finden ist.

Des Weiteren befindet sich auch kein Impressum auf der Homepage der Betreiber, was zusätzliche Fragezeichen in den Raum wirft. Im Internet findet man Berichte über einen Firmensitz in Großbritannien. Das hätte zur Folge, dass Nutzerdaten nach dem dortigen Recht gehandhabt werden. Man muss dazu sagen, dass der dortige Datenschutz ziemlich „locker“ zu betrachten ist und man diesen nicht mit deutschen Standard vergleichen darf.

Telegram Messenger (AppStore Link) Telegram Messenger
Hersteller: Digital Fortress LLC

Freigabe: 17+
Preis: Gratis Download (Aff.Link)

 

Alternative 3: Line

Line alternative zu WhatsApp

Die letzte Alternative stellt wohl Line dar, allerdings sollte man diese Applikation auch mit Vorsicht genießen.

Stiftung Warentest hat Line auf Herz und Nieren geprüft und kommt zu einem ernüchterten Ergebnis. Die Verschlüsselung lässt zu wünschen übrig.

Dem Anbieter ist es möglich Chats auszulesen. Zumindest bekommt der Nutzer die Möglichkeit Daten aus dem Telefonbuch nur mit seinem Einverständnis auszulesen.

Es soll auch Datenschutz-Unterschiede zwischen der Android und der iOS Version geben. Bei der Android Version werden die Seriennummer des Geräts unverschlüsselt versendet. Auf dem iOS System werden die vom Gerät eingetragene Identifikationsnummer weitervermittelt. Angeblich wird auch die Netzwerkadresse an den App Entwickler übermittelt. Erwähnenswert ist auch, dass Line seinen Quellcode verbirgt.

LINE (AppStore Link) LINE
Hersteller: LINE Corporation

Freigabe: 4+3
Preis: Gratis Download (Aff.Link)

Nun zum Fazit der WhatsApp Alternativen

Wenn wir nun über Whatsapp Alternativen diskutierten, dann sollte Threema – Kasper Systems GmbH an erster stelle stehen. Threema bietet uns das, was Whatsapp nicht kann: Sicherheit! Auch wenn ich hier noch andere Messenger vorgestellt habe, sollte in Punkto Seriosität die Wahl auf das Schweizer Produkt fallen. Traurig ist zwar, dass Sicherheit nicht mehr kostenlos ist … trotzdem bin ich der Meinung, das 1,79 € eine akzeptable und faire Investition sind.